"S" Begriffe und Erklärungen

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Schusswaffenhalter

Viele in der Schweiz lebende Personen sind legale Schusswaffenhalter. Es wird mit diesen Waffen trainiert und manchmal auch sportmässig geschossen. Zu den Schusswaffen gehören auch die Ordonanzwaffen, das jährliche "Obligatorische" und auch der Gebrauch der Waffen im Dienst.

 

Passiert ein Unfall  mit einer Schusswaffe wird es sehr schnell eng mit Argumenten und vor allem teuer. Dies weil Untersuchungen, Strafklagen und Gerichtsverfahren meist nicht ausbleiben.

 

Manchmal kann eine Strafe auch mit Hilfe einer Rechtsschutzversicherung nicht abgewendet werden. Jedoch können ein Grossteil der anfallenden Prozesskosten durch die Versicherung übernommen werden.

Definition "Schweiz"

Die Gebietsbezeichnung «Schweiz» umfasst auch das Fürs­tentum Liechtenstein sowie die Enklaven Büsingen und Campione.

Selbstbehalt

Es gibt Versicherungen, welche einen Selbstbehalt in der Police vorgesehen haben. Dieser bemisst sich meist auf Grund des Streitbetrages. (Nicht zu verwechseln mit der Karenzfrist)

 

Es gibt Unterschiede bei der Privat- / Verkehrsrechtsschutz und im Bereich KMU Rechtsschutz-Versicherung.

 

Privat- und Verkehrsrechtsschutz Versicherungen führen nur selten einen Selbstbehalt. Meistens sind es jene, welche mit sehr tiefen Preisen auftreten, die einen Selbstbehalt oder einen Mindeststreitwert eingebaut haben.

 

Die KMU Rechtsschutz-Versicherungen beinhalten in der Regel einen Selbstbehalt und zum Teil auch noch einen Mindeststreitwert. Bei der Protekta Rechtsschutz-Versicherung z.B wird der Selbstbehalt nur für Kosten erhoben, welche die Versicherung extern bezahlen muss. Z.B. für Friedensrichter, Gericht, Anwälte oder Expertiesen.

 

Tipp:

Beachten Sie den Mindeststreitwert, dieser ist nicht zu unterschätzen!

Streitwert

Der Streitwert beschreibt den maximal versicherten Wert, über den sich die Parteien streiten.

 

Beispiel:

Es geht im Streit um eine Lohnsumme von Fr. 90'000.-.

Im Arbeitsrecht (Basisdeckung) ist ein Streitwert von Fr. 100'000.- mitversichert. Das heisst, dass die Streitwertsumme von Fr. 90'000.- voll versichert ist.

Liegt die Lohnsumme z.B. bei Fr. 150'000.- und es ist nur die Basisrechtsschutz abgeschlossen worden, so sind die Leistungen bis zu einer Lohnsumme von Fr. 100'000.- versichert.

 

Für die übersteigenden Fr. 50'000.- wird nur ein Anteil an Rechtskosten übernommen. Der Anteil wird wie folgt beschrieben:

 

Übersteigt der Streitwert CHF 100'000.-, werden versicherte Kosten (Leistungen) nur anteilsmässig übernommen, und zwar im prozentualen Verhältnis von CHF 100 000 zum Streitwert. Dieser richtet sich nach der gesamten Forderung und nicht nach allfällig zulässigen Teilklagen. Wird Widerklage erhoben, werden die Streitwerte zusammengezählt.


Wurde die Option "Plus" abgeschlossen, so ist auch der Streitwert von Fr. 150'000.- normal mitversichert, sofern die Karenzfrist abgelaufen ist.

 

Kurz:

Streitwert = Summe um die sich die Parteien streiten.


Versicherungssumme = maximale Versicherungsleistung der Versicherung für deren Unterstützung im entsprechenden Streitfall

 

 

Rechnungsbeispiel wenn die Streitwertsumme überschritten wird.

 

  • Versicherung: Arbeitsrecht ohne Optimierungspaket
  • Streitwertsumme Fr. 150'000.-
  • versicherter Streitwert Fr. 100'000.-
  • Rechtskosten Fr. 12'000.-

 

Die versicherte Streitwertsumme entspricht 2/3 der effektiven Streitwertsumme.

 

Entschädigung der Rechtskosten:

 

2/3 der Rechtskosten = Fr. 8'000.- werden von der Versicherung bezahlt

 

Eigenleistung weil die Streitwertsumme überschritten wurde: Fr. 4'000.-

 

Wäre das Optimierungspaket "Plus" versichert, so würden keine Eigenkosten anfallen. (Streitwertsumme bis zu Fr. 300'000.- mitversichert.)

 

Tipp:

Klären Sie im Bedarfsfalle diese Berechnungmethode mit Ihrer Rechtsschutz- versicherung vor der Anmeldung eines Ereignisses ab, damit Sie keine Überraschung erleben.

Tipp zur Selbständigkeit im Nebenerwerb:

Wenn Sie nebenbei einem Erwerb gegen Entgeld oder Naturalien nachgehen, sollten Sie sich genau über die Abgrenzungen bezüglich der 1. Säule informieren. 

Spätestens ab einem Nebenerwerbseinkommen, das die aktuellen Minima über-steigt, sollten sie sich unbedingt bei der Gemeinde melden und nach den Vorgaben und Formalitäten erkundigen. 

 

Das Problem ist oftmals, dass auf Grund der "Taxation des SVA (Sozial-versicherungsamt)" sich Interessenten gar nicht selbständig machen dürfen. Dies kann z.B. passieren, wenn Sie sich einem der bekannten Taxifahrdienste oder über eine App gesteuerte Dienstleistung anschliessen möchten. Wenn diese Dienstleistung davon ausgeht, dass Sie sich in einer Selbständigkeit bewegen. In vielen Fällen müssten Sie von diesen Diensten angestellt werden. 

 

Auch wenn Sie stets für den gleichen Auftraggeber tätig sind und keine weiteren Auftraggeber vorweisen können ist eine Selbständigkeit mit grosser Wahr-scheinlichkeit nicht möglich. 

Sie müssten auch da in ein Anstellungsverhältnis eintreten. 

Sonst gilt das als Umgehung des Sozialversicherungswesens der SVA, dem BVG und der UVG. 

 

Ein Versäumnis die Nebenerwerbstätigkeit anzumelden kann für Sie und die Auftraggeber, welche unter Umständen Arbeitgeber sein müssten sehr teuer werden.

 

Tipp für Auftraggeber die Personen im "Nebenerwerb" beauftragen:

Wenn Sie unsicher sind, ob die Selbständigkeit im Nebenerwerb Ihres Auftragnehmers wirklich vorhanden und gemeldet ist, sollten Sie vom Auf-tragnehmer eine Bestätigung verlangen. Das Problem ist, wenn Sie jemanden Beauftragen, der eigentlich gar nicht selbständig sein darf, versäumen sie es unter Umständen die SVA, UVG und möglicherweise sogar das BVG anzumelden und abzurechnen, denn Sie müssten als Arbeitgeber statt als Auftraggeber auftreten. 

 

Wir haben solche Fälle bei Kunden erlebt. Diese mussten zum Teil sehr hohe Beträge an die SVA nachzahlen, obwohl sie den vermeintlichen Auftragnehmern bereits einen hohen Stundensatz bezahlten, weil diese ja eigentlich alle Sozialkosten selber hätten bezahlen müssen. Einige der Fälle gingen sogar vor Gericht. Unter anderem darum, weil die Auftragnehmer hätten Arbeitnehmer sein sollen und diese haben demzufolge zuviel einkassiert und sollten einen Teil davon an die Auftraggeber oder eben die "unvorhergesehen neuen" Arbeitgeber zurückbezahlt werden.

 

Nichtwissen ist auch hier in der Regel keine Ausrede.

Gemeinden geben in zweifelhaften Fällen bestimmt auch Auskunft.

 

(13.7.2017)

Wichtige Information:

Diese Homepage soll Ihnen auf dem Weg zur Entscheidungsfindung oder bei Unsicherheiten weiterhelfen. Als Erklärungsgrundlage verwenden wir die Versicherungsprodukte der Protekta Rechtsschutzversicherung AG, Bern. Unabhängig unserer Einträge und Informationen gelten immer die aktuellen AVB und Anträge der Protekta Rechtsschutz bzw. derjenigen Ihrer eigenen Versicherung.  

> mehr Informationen        (update 24.7.2013)

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