Drohnen zwischen 0.50 und 30 Kg sind Luftfahrzeuge, die bei einer Kollision oder bei einem Absturz bereits erhebliche Schäden anrichten können. Zudem können sie am Himmel für Unbeteiligte angsteinflössend wirken und zu grossen Unsicherheiten führen. Deshalb ist es sinnvoll die Drohnen-pilotenlizenz zu erwerben und so viel Wissen über die Vorschriften und den Umgang mit der Drohne anzueignen. (Bild: der Autor und Halter von Rechtsschutzinfo.ch in der Flug-schule für die DUE Prüfung mit seiner Drohne.)


Pilotenprüfung und Zulassung

Stand November 2017

Es ist weder eine Drohnenpilotenprüfung, noch eine Fluggeräteregistration vorgeschrieben.

 

Für gewerbsmässige Flüge ist unter Einhaltung der nachfolgend notierten Vorschriften und der Einhaltung der Datenschutzvorschriften keine Bewilligung vom BAZL notwendig. Wer mehr will muss anfragen.

 

Ich empfehle jedoch freiwillig die Drohnenpilotenlizenz zu absolvieren und das Fluggerät registrieren zu lassen.

 

  • mit der Drohnenpilotenlizenz lernen Sie die Vorschriften am besten kennen, zudem vieles rund um den Menschen und Technisches
  • sind sie professioneller Drohnenpilot hilft Ihnen diese Lizenz auf der Stellensuche, denn mittlerweilen gibt es bereits solche Jobs
  • Sie lernen den Ehrenkodex für Drohnenpiloten kennen

 

  • die Registration des Luftfahrzeuges hilft Ihnen dabei wenn der "Flieger" mal macht was er will und später gefunden wird, kann er Ihnen zurück gebracht werden (etwa mit einem Schlüsselfundservice vergleichbar)

Flugverbot und Flugverbotszonen

Stand November 2017

Die Flugverbotszonen werden in der UVEK Verordnung über Luftfahrzeuge besonderer Kategorien Abschnitt 7 beschrieben.

 

Im Artikel 17 Abs. 2 werden Modellluftfahrzeugen zwischen 0.5 Kg und 30 Kg ausgeführt.

 

Hier gelten die Flug- und Startverbotszonen: (siehe Karte des SVZD)

 

  • innerhalb eines 5 Km Radius zu den Pisten eines zivilen oder mili-tärischen Flugplatzes
  • auch bei Heliports gibt es Sicherheitsabstände
  • im CTR Bereich maximale Flughöhe von 150 Meter ab Grund
  • im Umkreis von weniger als 100 Meter um Menschenansammlungen im Freien ("Menschenansammlungen" sind nicht genauer definiert, ausser dass genannt wird "mehrere Dutzend eng zusammenstehende Personen", in der Praxis haben sich etwa 2 Dutzend eng zusammen-stehende Personen etabliert) Der Hintergrund dieser Definition wird unterschiedlich erklärt. Am verständlichsten dürfte sein, dass eng zusammenstehende Personen nicht flüchten können, wenn eine Drohne runterfällt.
  • Besonders zu beachten: In der Nähe von Spitälern ist mit dem Drohnenflug auf oft vorhandene Heillandeplätze zu achten. Hier können unvorhersehbar schnell und tiefe Anflüge von Heils vorkommen. In solchen Fällen ist die Drohne sofort zu landen.

 

Ohne Bewilligung der Flughafenleiter oder von Skyguide (oder BAZL Überflug von Menschenansammlungen) darf in den verbotenen Zonen nicht gestartet werden.

 

In den Flugverbotszonen darf nicht selber interpretiert werden... "Nur ein paar Meter machen doch nichts....". Ein Start ist ohne explizite Erlaubnis klar verboten und kann von der Polizei ge-büsst werden. Die Flughöhe ist dabei nicht relevant - massgebend ist das Verbot!

Augenkontakt zur Drohne im Flug

Im Abschnitt 7, Artikel 17 Abs. 1 steht unmissverständlich, dass ALLE Modellluft-fahrzeuge und da gehören alle Drohnen (auch jene unter 500 Gramm) mit dazu, mit Sichtkontakt zum Luftfahrzeug (z.B. Drohne) geflogen werden müssen.

 

Es ist klar verboten Drohnen ausserhalb der Sichtweite fliegen zu lassen. Es ist untersagt Hilfsmittel wie z.B. Ferngläser, Videobrillen und dergleichen zu verwenden. 

 

Der Originaltext: "..muss stets Augenkontakt zum Luftfahrzeug haben.."

 

Nachtflug:

Es gibt keine Hinweise darauf, dass in der Nacht nicht geflogen werden darf. Jedoch gilt auch hier die Vorschrift "Sichtkontakt zur Drohne". Wer also in der Dunkelheit sein Fluggerät nicht mehr sehen kann muss es näher rannehmen oder sofort landen, um den Sichtkontakt wieder herzustellen.

 

In der Nacht ist zudem besonders darauf zu achten, durch den Lärm niemanden zu belästigen.

 

Wer mit Videobrille freudige Erlebnisse haben möchte muss einen Piloten für das Führen der Drohne einsetzen. Als Kameraoperator ohne Pilotfunktion ist dann das Sehen mit der Videobrille erlaubt.

 

Ausnahme ist hier das Fliegen mit Videobrille in z.B. extra dafür vorbereiteten Orten wo mit den notwendigen Absperrungen, baulichen Sicherheitsmassnahmen und Bewilligungen das "Racen" ausgelebt werden kann.

Haftpflichtversicherung für Drohnen von 0.50 bis 30 Kg

Im Abschnitt 7, Artikel 20 wird eine minimale Haftpflichtversicherung mit einer Garantiesumme von 1 Mio. Franken vorgeschrieben.

 

Vorschrift:

Es ist stets ein Ausweis über die vorhandene Haftpflichtversicherung oder eine Kopie der Police mit Einschluss "Drohnenhaltung und -pilot" mitzuführen und auf Wunsch dem Ordnungshüter vorzuweisen. Ohne Ausweis kann eine Busse erfolgen.

 

Hinweis: Ist die Police nicht bezahlt und besteht ein Deckungsunterbruch, darf nicht geflogen werden! Das ist dann gleichgestellt, wie ohne Versicherung.

 

Private Drohnenpiloten: fragen Sie Ihre Privathaftpflichtversicherung ob die Deckung für Ihr Drohnenhoby (auch Modellflug genannt) gewährleistet ist.

 

Private Drohnenpiloten mit gelegentlichen Einsätzen gegen Entgelt: fragen Sie Ihre Privathaftpflichtversicherung ob die Deckung für Ihre Drohnen-einsätze gibt, selbst wenn Sie hie und da ein Entgelt dafür erhalten.

 

Gewerbsmässige Einsätze von Drohnen: fragen Sie Ihre Betriebshaftpflicht-versicherung, ob die Drohnenarbeit mitversichert ist

 

Grundsätzlich ist

  • der Halter für das Luftfahrzeug haftbar
  • der Pilot haftet gegenüber Dritten für das was er mit damit anstellt

Das heisst, der Halter haftet für Schäden, welche das Luftfahrzeug anrichtet und der Pilot dafür, was er getan oder nicht getan hat.

 

Diese Regelung ist einfach zu vergleichen mit dem Fahrzeugsystem in der Schweiz.

  • für die Fahrzeuge haften die Halter - meistens über das Kontrollschild
  • für die Folgen einer Fahrt haftet das Fahrzeug (der Halter) und für das Verhalten der Lenker (wenn man nicht weiss wer gelenkt hat, z.B. bei Geschwindigkeitsübertretungen muss der Halter gerade stehen)

 

Beachten Sie, wenn die Versicherungssumme erschöpft ist und der Schaden höher ausfällt, stehen Sie mit Ihrem Vermögen ge-genüber den Geschädigten in der Schuld. Darum empfehle ich Ihnen eine möglichst hohe Versicherungssumme von 5 Mio. oder mehr abzuschliessen.

Datenschutz

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